Wir werden von Berlin&Brüssel ins Grab regiert und wir Idioten lassen es zu..

Die Idioten_Eliten  reißen uns tiefer und tiefer in die Scheiße …
Das „Gerede“, dass Russland das Baltikum angreifen wolle, sei „idiotisch“, sagt Sergej Karaganow im Interview mit dem SPIEGEL.

Sergej

Russian political scientist Sergey Karaganov poses for a portrait in his office at home, July 02 2016, Bakovka, Moscow region, RussiaPhotographer: Dmitri Beliakov/ for Der Spiegel

 

Genug – oder noch zu wenig Gossensprache ?

Wir kennen ja das unsägliche theoretische Gerede der Eliten seit einigen Jahren zur Genüge. Als Idioten bezeichnet sie jeder, der etwas ehrlich zu sich selbst ist.  Nun wirds aber richtig ernst- und alle stecken immer noch den Kopf in den Sand.

Weil sich Polen und die baltischen Staaten von Moskau bedroht fühlen, will die Nato an ihrer Ostflanke vier Bataillone mit insgesamt 4000 Soldaten stationieren. Russland nennt das eine „Provokation“. Und jeder “Normale“ nennt das auch eine Provokation.  „Im Falle einer Krise werden genau diese Waffen (Anm.-als erste-) vernichtet, sagt Karaganow.  Russland wird nie wieder auf seinem eigenen Territorium kämpfen.“ Und weiter: „Wenn die Nato eine Aggression beginnt – gegen eine Atommacht wie uns -, wird sie bestraft werden.“

Und was das heißt, wissen wir “Normalen“ seit Jahren. Seit Jahren von Jahr zu Jahr genauer, weil eben Russland nun auch permanent seine eigene Millitärdoktrin den Nato-Fakten anpasst. Es geht nun Schlag auf Schlag.

Was tun?

Wir müssen uns entscheiden, ansonsten wird über uns entschieden. Wir müssen es zudem schnell tun, sonst geraten wir tatsächlich mitten rein in den Kanonendonner als Deutsche. Der Ton wandelt sich rapide zuungunsten eines langfristigen Friedens. Man muß sich überhaupt nicht alle Idiotensprüche anhören, weil absolut idiotisch und dermaßen  realitäsfern. Sie müssen nur “gegangen werden“, damit sie kein Unheil anrichten.Egal, wie das zu schaffen ist.

Aussenminister Steinmeier 09-Juöi 2016 Warschau :
Wir haben durchgesetzt, dass das Bündnis sich klar zu Wort und Geist der NATO-Russland-Grundakte bekennt. Wir haben erreicht, dass der Raketenabwehrschirm des Bündnisses nicht gegen Russland gerichtet ist – nicht jetzt und auch nicht in Zukunft. Und am wichtigsten: Es gilt das Primat der Politik: Dialog und Gesprächsbereitschaft sind als starker, tragender Pfeiler unserer Strategie festgeschrieben.

Was sagt Putin ?  Er braucht nur 26 Sekunden, dann ist alles gesagt …

Eine Rückkehr zur Friedensordnung und Sicherheitsarchitektur der Charta von Paris und ein Mehr an Sicherheit wie nach dem Fall der Mauer und dem Ende der Blockkonfrontation können wir schaffen, wenn wir beide Säulen unserer Strategie – Rückversicherung und Dialog – ernstnehmen – und Russland bereit ist, darauf konstruktiv einzugehen.

so Steinmeier, der Einfältige Wahlkämpfer …..

Mensch Steinmeier und all ihr Obernarren in Berlin, die ihr da sitzt und denkt, tatsächlich eine Großmacht mit Worten “der Stärke“, (wenn man nicht mal den Arsch in der Hose hat, auch nur einen Liliput-Krieg auch erfolgreich führen zu können)  ausser  einem  Selbstmord-Wirtschaftskrieg. (Dann Selbstmord, wenn Russland mal nur für kurze Zeit die Rohstofflieferungen einstellen würde) zu führen.

clarkEs gibt nichts, was es nicht gibt.  So gab es den Befehle aus Amerika im Kosovokrieg, russische Soldaten zu töten. Und die Wahrscheinlichkeit ist sehr real, dass es wieder passiert.

Und Steinmeier, der (DUMM)Schwätzer ?
Er geht in den wohlverdienten Ruhestand, – oder hat sich aufgehangen – und der letzte Weltkrieg nimmt seinen Gang…….Man sollte das wirklich 3 mal lesen. Schon beim 2.mal wird man ihn in den Allerwertesten treten wollen…

Weltkrieg?
Ein Weltkrieg könnte es nur werden, wenn es so wäre, dass die Welt hinter der USA stehen würde. Schon die  Nato selbst wird gerade dann, wenn Russland zurückschießen müßte,  schon nach wenigen Minuten nachdem die Hauptschaltzentralen in Deutschland und Polen nicht mehr existent sind, das “Handtuch werfen“. Nur, was nützt es uns Deutsche, wenn es keinen Weltkrieg gibt. Man kann halt eben nur einmal “ins Gras beißen“. Und das es so kommt, wenns an der Grenze zu Russland schief geht, dass ist die absolute Logik. Wo muß Russland kämpfen, wenn nicht zu Hause? Logisch. In Deutschland und Polen. ( Von den par tausend Mann an der Grenze muss man gar nicht reden. Das ist die Sache von vielleicht 5-10 Minuten ….je nachdem wie weit die Dinger fliegen müssen bis sie eimnschlagen.  

Nochmal: Wir haben erreicht, dass der Raketenabwehrschirm des Bündnisses nicht gegen Russland gerichtet ist – nicht jetzt und auch nicht in Zukunft……
2 Sätze später :
wenn wir beide Säulen unserer Strategie – Rückversicherung und Dialog – ernstnehmen – und Russland bereit ist, darauf konstruktiv einzugehen….
Das Problem? – Die Nato-Leute sind nicht dumm- Wir sind es, weil WIR sie dumm daherreden lassen, anstatt ihnen in den A… zu treten…

Schon im Kosovo stand Europa am Rande des Dritten Weltkrieges. Damals befahl US-General Wesley Clark  den Angriff auf russische Truppen

Erinnern wir uns….
Dafür lohnt es sich nicht, den Dritten Weltkrieg anzufangen.“

Die Worte des Briten sind wohl Schuld daran, warum wir heute uns schon wieder aufregen dürfen über diese hirnlosen Idioten  und nicht schon tot- oder nicht mehr geboren werden konnten…….

Die ganze Geschichte, den es interessiert kann sogar im Spiegel (natürlich Propagandaaufbereitet nachgelesen werden

So mal hier nur das Wesentliche : ( Link zum Artikel ) 

FRAGE 12: Drohte bei der russischen Besetzung des Flughafens von Pristina ein Weltkrieg?
clark(..)Clark ist außer sich. Er möchte den Russen zuvorkommen und befiehlt dem britischen Kfor-Kommandeur, den Flughafen im Handstreich zu besetzen. Doch General Sir Michael Jackson weigert sich. Es kommt zu einer erregten Auseinandersetzung, in deren Verlauf der Brite den Amerikaner anschreit: „Das mach ich nicht. Das ist es nicht wert, den dritten Weltkrieg zu beginnen!“

Formal weiß sich Sir Jackson, ein früherer Geheimdienstler mit Russland-Erfahrung, nach Rücksprache mit London völlig im Recht. Jeder Nato-Mitgliedstaat hat die letzte Entscheidungsgewalt über sein Truppenkontingent vor Ort und besitzt gegenüber der Zentrale in Brüssel das, was man im militärischen Fachjargon eine „rote Karte“ nennt. Doch dieses Veto gegenüber dem Supreme Allied Commander auszuüben, ist bis zum Streit um den Flughafen von Pristina immer verpönt gewesen – zeigt es doch tiefe Risse in der Allianz……………(..)

So- und nicht anders sieht das aus.

Welche der deutschen Pfeifen, die heute sogar Angriffskrieg in Syrien spielen, demnächst sogar in Syrien auch offiziell mitkämpfen gegen Assad ( oder glaubt einer wirklich noch, gegen die Kopfabschneider ?) hätten dann einen klaren Kopf wie der Brite ?

Diese Idioten, die tatsächlich die Atommacht Russland herausfordern wollen, müssen gestoppt werden.

 

wen die Kosovo-Sache von damals interessiert, kann ja weiterlesen 

Am 11. und 12. Juni, nach Beendigung der Bombardierung, waren 200 in Bosnien stationierte russische Soldaten unmittelbar nach dem Rückzug der serbischen Armee ins Kosovo eingerückt.
Dort wurden sie von einer jubelnden serbischen Menge begrüßt. Stunden bevor NATO-Truppen in die Provinz kamen. Die russischen Truppen besetzten die Nordseite des Slatina-Flugfeldes und widersetzten sich Aufforderungen der NATO, das Gebiet zu verlassen.
Ein schießwütiger amerikanischer NATO-General und Kriegsverbrecher hatte fast das Unvorstellbare ausgelöst. Er hatte den Befehl zum Angriff auf russische Truppen im Kosovo gegeben. . Die Rettung kommt in der Person eines beherzten britischen Generals, dessen kühle Vernunft ihm gebietet, sich dem wahnsinnigen Befehl seines amerikanischen Vorgesetzten zu widersetzen, jedoch nicht bevor er sich aus London von seinem Regierungschef Toni Blair Rückendeckung geholt hatte. Obwohl diese ungeheuerlichen Tatsachen nun nicht mehr angezweifelt werden können, wird die wohl gefährlichste Krise seit dem Zusammenbruch des Warschauer Vertrags von unseren Medien und Politikern weitgehend immer noch  totgeschwiegen. Wer die Fakten kennt, wird verstehen warum.
Am Donnerstag, dem 9. 9. 99, war in Washington der ranghöchste amerikanische Offizier, der Vorsitzende der Vereinigten Stabschefs der USA, General Henry Shelton, vor dem Senatsausschuß für die Bewaffneten Streitkräfte (Senat Armed Services Committee) erschienen, wo er die Details der gefährlichen Konfrontation bestätigte. Zugleich bezeichnete General Shelton die Weigerung des britischen Generals Michael Jackson. den Befehl des ihm vorgesetzten Generals Clark, Oberbefehlshaber der NATO in Europa, auszuführen, als äußerst „bedenklich“. „Das beunruhigende Element“, so Stabschef Shelton, sei, daß durch die Aktion des britischen Generals im Kern „die einheitliche und zusammenhängende Kommandostruktur (der NATO, Anm.VD) in Frage gestellt wird. Wir können nicht hinnehmen, daß auf jeder Kommandoebene die Befehle in Frage gestellt werden.“
General Clark hatte General Jackson befohlen, mit britischen und französischen Truppen die Ubernahme der serbischen Luftwaffenbasis Slatina durch russische Truppen mit Waffengewalt zu verhindern. Auf Grund ihrer großen. unangreifbaren unterirdischen Anlagen und Rollfelder hat die Basis Slatina wohl im ganzen Kosovo die größte strategische Bedeutung. (Nach dem Abkommen zwischen Serbien und der NATO starteten von Slatina noch über ein Dutzend Maschinen der jugoslawischen Luftwaffe. Dort hätte ihnen auch das intensive NATO-Bombardement mit High-Tech-Waffen nichts anhaben können.) Und ausgerechnet diesen wertvollen Stützpunkt hatten die Russen in einem Überraschungscoup mit 200 Soldaten einer Vorausabteilung, aus Bosnien kommend, ohne Absprache mit der NATO besetzt, bevor die NATO-Truppen richtig in ihr neues Protektorat Kosovo eingedrungen waren. Slatina liegt im britischen Sektor des Kosovo unweit der Hauptstadt Pristina. Als Oberbefehlshaber der NATO-Streitkräfte im Kosovo und als britischer Offizier war General Jackson sozusagen doppelt für Slatina „zuständig“.

Jacksons Rückhalt bei Blair
Den Befehl General Clarks, die russischen Truppen militärisch daran zu hindern, die Kontrolle über Slatina zu übernehmen, widersetzte sich jedoch der britische Oberkommandierende der NATO-KFOR-Truppen. Nach Aussagen von Stabschef Shelton vor dem Senatsausschuß soll General Jackson seinem amerikanischen Vorgesetzten Clark geantwortet haben: „Nein, das werde ich nicht tun. Dafür lohnt es sich nicht, den Dritten Weltkrieg anzufangen.“
Der Streit war schon Anfang August in dem amerikanischen Nachrichtenmagazin Newsweek enthüllt worden, weniger als eine Woche nachdem Clark mitgeteilt worden war, daß er im nächsten Frühjahr vorzeitig seinen Posten als Oberbefehlshaber Europa räumen muß.
Im Artikel der Newsweek hieß es: „Am Ende des Krieges war Clark so versessen darauf, die Russen vom Flughafen von Pnstina zu vertreiben, daß er Luftangriffe anordnete, um ihnen das Gebiet abzunehmen. General Michael Jackson, der britische Befehlshaber der Kosovo-Friedenstruppe, führte Clarks Befehle jedoch nicht aus. Daraufhin ersuchte ein frustrierter Clark Admiral James Elles Jr., den amerikanischen Offizier, der für das NATO-Kommando Süd verantwortlich war, Hubschrauber auf den Landebahnen landen zu lassen, um so den großen russsichen Iljuschin-Transportmaschinen die Nutzung der Landebahn zu verweigern. Auch Ellis machte nicht mit und meinte, Jackson wäre damit nicht einverstanden. Jackson wie Clark riefen ihre jeweilige politische Führung zu Hause an. Jackson erhielt Unterstützung, Clark nicht. Praktisch wurden seine Befehle als oberster Befehlshaber übergangen.“
Der britischen Nachrichtenagentur ITN zufolge waren bereits amerikanische Hubschrauber und britische und französische Truppen in Mazedonien für den Angriff zusammengezogen worden. Ohne Jacksons Weigerung hätten sie Clarks Befehle ausgeführt.
Eine militärische Quelle sagte der Washington Times, daß nachdem die Russen den Flughafen erreicht hatten, General Clark dem KFOR-Kommandeur nochmals den Befehl gab, Panzer und Kampffahrzeuge dorthin zu schicken, um weitere russische Truppenstationierungen zu verhindern. Die Quelle gab an, General Jackson habe keine britischen Panzerfahrzeuge einsetzen wollen, nachdem die politische Führung in London davor zurückgeschreckt sei, Panzer so dicht an bewaffnete russische Mannschaftstransporter heranzubringen.

Kein russischer Sektor
Washington war über den vorsorglichen Schachzug der Russen tief beunruhigt. Deren Forderungen nach einem eigenen Sektor im Norden des Kosovo, und daß die russischen Truppen nicht unter NATO-Oberkommando stehen sollten, wurden abgelehnt. Die Clinton-Regierang versuchte aber, die Bedeutung des Ereignisses herunterzuspielen und nutzte lieber „diplomatische Kanäle“. Darunter fielen Drohungen, IWF-Kredite zu beschneiden, und Schmiergeldangebote an zivile und militärische russische Beamte. Gleichzeitig überredeten die USA Ungarn, Rumänien und anfangs auch die Ukraine, Rußland den Durchflug durch ihren Luftraum zu verweigern, und verhinderten so die Landung von Transportflugzeugen, mit denen die Truppen am Flughafen von Pristina versorgt und verstärkt werden sollten. Anfang Juli stimmten die Russen dann zu, ihre Truppen der NATO zu unterstellen.

„Die Machtspiele beenden“
Die Öffentlichkeit belog General Clark, indem er behauptete, es gehe keinen Grund, sich über eine militärische Konfrontation zwischen russischen.und NATO-Truppen Sorgen zu machen. Gleichzeitig betonte er aber, daß General Jackson „das Recht und die Möglichkeit“ habe, die russischen Truppen zu entfernen. In der Zeitschrift The New Yorker hieß es dazu, „Clark gab öffentlich vor, daß es nicht besonders wichtig war, während er in Wirklichkeit kochte.“
Ob General Clark von führenden Regierungsvertretern im Pentagon in Washington unterstützt wurde, ist nicht klar. Einige in Europa vermuten das aber. Jonathan Eyal, der Direktor des „Royal United Services Institute“ (die führende Militärakademie) in London, erklärte Anfang August: „Es ist zu einfach, Clark alles anzuhängen. Ich bezweifle stark, daß er ohne amerikanische Unterstützung das Risiko eingegangen wäre.“ Mittlerweile berichtete die BBC am 30. August, daß nicht nur General Clark, sondern auch „Washington auf eine NATO-Hubschrauberlandung auf dem Slatina-Flughafen gedrängt hat. Als ihm das befohlen wurde, habe General Jackson geantwortet, das ginge nur, wenn sie bereit seien, eine Menge russischer Leichen zu sehen.“
Im außenpolitischen Establishment der USA gibt es durchaus Kräfte. die zu einer solchen Konfrontation aufrufen, darunter der frühere Nationale Sicherheitsberater Zbigniew Brzezinski, der am 14. Juni im Wall St reet Journal einen Kommentar mit dem Titel schrieb: „Die NATO muß den Machtspielen Rußlands ein Ende machen.“
Schließlich wurde Clark offenbar von seinen Vorgesetzten im Pentagon und dem Weißen Haus abgesägt. Diese schienen auf die Warnungen der Briten gehört zu haben, daß eine Konfrontation mit den immer noch mit Aromwaffen gerüsteten Russen nicht ratsam sei. Clark war während des gesamten Krieges mit seinen militärischen und zivilen Vorgesetzten aneinandergeraten. Er drängte auf ein möglichst aggressives militärisches Vorgehen, egal, wie viele Opfer es unter der Zivilbevölkerung und der NATO geben wurde oder welche politischen Auswirkungen diese insbesondere in Europa hätte. Schon einige Zeit vor dem Krieg war Clark in Konflikt mit US-Verteidigungsminister William Cohen und anderen geraten, als er verlangte, ein angebliches serbisches Massaker an Albanern nahe der Stadt Racak letzten Januar zum Vorwand für sofortige Luftangriffe zu nehmen.
Die amerikanischen Regierungsbeamten zogen es vor, Präsident Milosevic erst ein Ultimatum zu stellen (den Vertrag von Rambouillet), damit es so aussehe, als seien alle diplomatischen Möglichkeiten ausgeschöpft worden, bevor die NATO zu bomben anfing.
Am 24. März 1999. als die Luftangriffe begannen, wollten die politischen Führer der NATO die Ziele begrenzen, weil sie glaubten, eine erste Welle von Bombenwürfen würde die jugoslawische Regierung zur Kapitulation bringen. Clark und seine Luftwaffenkommandeure wollten dagegen bereits in der ersten Nacht „ins Stadtzentrum“ gehen und Strom, Telefon und Kornmandozentralen in Belgrad und anderen größeren Städten angreifen, ebenso wie Milosevics Privatwohnungen.
Schon früh hatte Clark ein Geschwader Apache-Kampfhubschrauber für die Unterstützung eines Bodenangriffs im Kosovo angefordert. Nach Protesten des amerikanischen Generalstabschefs Dennis Reimer hatte er das Pentagon umgangen und war direkt zum Weißen Haus gegangen. Clark tat dies, weil er unbedingt das Pentagon dazu bringen wollte, ihm eine Bodeninvasion im Kosovo und damit außer der Luftwaffe und der Marine den Einsatz von Landstreitkräften – seiner eigenen Trupppengattung -zu gestatten. Dabei wurde er von dem deutschen Vorsitzenden des NATO-Militärausschusses in Brüssel, General Klaus Naumann, tatkräftig unterstützt. Aber die Angst der NATO-Politiker vor einem verlustreichen Bodenkrieg im Kosovo war zu groß. „Wir haben die Entscheidung der Politik knurrend akzeptiert“, erinnerte sich küirzlich General Naumann.
Ende Mai forderte Clark von der politischen Führung der NATO die Genehmigung, die jugoslawische Stromversorgung anzugreifen und damit auch den Krankenhäusern, Wasserwerken und der Beleuchtung die Elektrizität zu entziehen. In einem Artikel der Zeitschrift The New Yorker vom 2. August wird Clark zitiert, der seine Frustrarion darüber ausdrückte, daß es bis zu diesem Zeitpunkt „die einzigen Luftangriffe der Geschichte waren, während denen Liebespaare entlang des Flußufers in der Abenddämmerung spazieren gingen und vor Cafés im Freien aßen, um dem Feuerwerk zuschauen zu können.“
Während die Brutalität des Generals den amerikanischen Interessen während des Krieges gute Dienste leistete, machte sein Ruf, schneller zu schießen als zu denken, seiner militärischen Karriere dann doch ein vorschnelles Ende.
Tatsächlich haben die Ereignisse Mitte Juni jedoch gezeigt, daß die amerikanische Politik der Rücksichtslosigkeit und des Militarismus die Gefahr weitaus folgenschwererer Zusammenstöße beinhaltet, selbst solcher mit Atommächten und -waffen. „Gab es wirklich die reale Gefahr einer militärischen Konfrontation an jenem Freitag?“ wurde der stellvertretende US-Außenminister Strobe Talbott am 30. August in einem BBC-Interview gefragt. „Ja, ich glaube ja“, war seine Antwort.

Gefährlichste Konfrontation
Jonathan Eyal, der schon erwähnte Direktor des „Royal United Services Institute“ meinte, daß die beinahe stattgefundene militärische Konfrontation mit den Russen bei Slatina die gefährlichste Episode des NATO-Krieges gewesen sei, über die jedoch zugleich sehr wenig berichtet worden sei. Und im Verhältnis zwischen den USA und Europa hätte sie „zu der größten diplomatischen Krise seit Ende des Kalten Krieges führen können. “
Bis jetzt konnte eine militärische Konfrontation zwischen der NATO und Rußland auf dem Balkan verhindert werden, hauptsächlich, weil das korrupte Jelzin-Regime sich seine Außenpolitik hat mit IWF-Dollar und anderen Geschenken abkaufen lassen. Der Zwischenfall von Slatina zeigt aber, wie nahe eine solche Konfrontation war, weil die amerikanische Seite die Russen nicht mehr ernst nimmt. Es sollte besonders uns Europäern eine Warnung sein.
Der nächste NATO-Krieg wird womöglich nicht so glimpflich enden. Im Kosovo hat nun der deutsche General Klaus Reinhardt den Briten Jackson als Oberbefehlshaber der KFOR abgelöst. Hätte der Deutsche auch den Mut gehabt, sich dem Befehl seines amerikanischen Vorgesetzten Clark zu widersetzen, oder hätte er sich an die militärische Maßgabe gehalten, die US-Stabschef Shelton vor dem Senatsausschuß beschwor, daß nämlich nicht auf jeder Kornmandoebene Befehle in Frage gestellt werden dürfen? Und wenn General Reinhardt nun doch gezögert hätte, hätte er von der Amerika-hörigen Riege der deutschen politischen Führung Rückendeckung für seine Befehlsverweigerung bekommen wie Michael Jackson von Tony Blair aus London? Oder hätte Klaus Reinhardt, der deutschen Soldatentugend folgend, den Dritten Weltkrieg gewagt?

 

 

 

 

 

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7 Gedanken zu “Wir werden von Berlin&Brüssel ins Grab regiert und wir Idioten lassen es zu..

  1. Ob es die Gefahr eines 3. Weltkrieges nicht schon früher gab, weiß ich nicht. Das der Ami aber in allem was er tut ein unehrenhafter Partner ist, sollten sich die Menschen bei seinem Handeln und Tun immer vor Augen halten.

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    • Ich gehe nicht von einem Weltkrieg aus. Absolut nicht. Warum? Das ist ganz einfach. Die Nato ist ein Irrenhaufen, die auseinandertriftet beim ersten Riesenknall der sie trifft. Erst Recht, wenn es die “Herrenrasse “ zuerst trifft. Liegt mal schon nur die Eifel in Deutschland in Trümmern, bisschen in Stettin und an zwei weiteren Orten in Polen sehr viel Schrott und Schutt rum, dann ist es schon vorbei, die Schweinerei. Atomschlag werden die Amis nie wagen, weil sie alle selbst verdampfen würden. Klar triffts auch symbolisch Berlin. Logisch. Aber nicht so, dass die eigenen Leute alle hops sind. (Die meißten Russen wohnen halt mal im Berliner Raum)

      Nur, was haben wir als Deutsche von all den Überlegungen ? Nix, weil wir selbst eben nicht mehr sind… That’s all. Da denke ich am meißten eben an die Menschen in den Regionen in denen die Schaltzentralen der Amis liegen. .. Und diese Drecksbande in Berlin macht einen auf Speerspitze. Ich werd nicht mehr.

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  2. Die Gedanken von Russophilus sind exakt meine Gedanken, bezogen auf Russland. Endlich lassen sie nicht mehr den Affen mit sich machen. Und das wird sich natürlich auch auf den Donbass niederschlagen. Und das auch ganz schnell. Diese Nato-Scheiße in Polen reichte endgültig um zu erkennen, dass man mit Idioten nicht handeln kann, also schachern. Man muss sie einfach überhören und das tun was man tun muß, …!

    Solltet ihr mal lesen. Man muß sich sammeln und man muß Zeit haben….

    http://vineyardsaker.de/analyse/der-xxvi-nato-parteitag-in-warschau-ein-kommentar/#comment-148777

    Er bezieht sich im Kommentar eben auf das Spiegelinterview mit Sergey Karaganov

    Das ihr übrigens in seiner Gesamtheit genau einen Kommentar vorher lesen könnt ( Ich selbst konnte es nicht abkopieren, ohne die Existenz des Blogs zu gefährden.)

    http://vineyardsaker.de/analyse/der-xxvi-nato-parteitag-in-warschau-ein-kommentar/#comment-148770

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  3. http://www.spiegel.de/spiegel/russland-sergej-karaganow-droht-mit-vernichtung-von-nato-waffen-a-1102108.html

    An diesem Wochenende findet in Warschau der Nato-Gipfel statt. Im Zentrum der Beratungen: der Umgang mit Russland. Weil sich Polen und die baltischen Staaten von Moskau bedroht fühlen, will die Nato an ihrer Ostflanke vier Bataillone mit insgesamt 4000 Soldaten stationieren. Russland nennt das eine “Provokation”.

    Das “Gerede”, dass Russland das Baltikum angreifen wolle, sei “idiotisch”, sagt der einflussreiche Putin-Berater Sergej Karaganow im Interview mit dem SPIEGEL. “Im Falle einer Krise werden genau diese Waffen vernichtet. Russland wird nie wieder auf seinem eigenen Territorium kämpfen.” Und weiter: “Wenn die Nato eine Aggression beginnt – gegen eine Atommacht wie uns -, wird sie bestraft werden.”

    Er betont, Europa werde für die nächsten Jahrzehnte “kein Modell mehr für Russland” sein. Es sei nicht in der Lage, sich den Herausforderungen der neuen Welt anzupassen. Russland sei “klüger, stärker und entschlossener”.

    Zur Person: Sergej Karaganow, Jahrgang 1952, ist Ehrenvorsitzender des einflussreichen Rates für Außen- und Verteidigungspolitik, der Konzepte für Russlands weltpolitische Strategien entwirft und im Mai neue Thesen zur Außenpolitik vorgelegt hat. Dem Rat gehören Politiker, Ökonomen sowie ehemalige Offiziere und Geheimdienstler an. Karaganow ist Berater der Präsidialadministration von Wladimir Putin und Dekan an der Moskauer Eliteuniversität Higher School of Economics.

    SPIEGEL: Sergej Alexandrowitsch, die Nato will sich militärisch mehr in Osteuropa engagieren – als Reaktion auf das Vorgehen Russlands in letzter Zeit. Westliche Politiker warnen davor, dass beide Seiten in eine Situation abrutschen könnten, die zum Krieg führt. Ist das übertrieben?

    Karaganow: Ich habe vor acht Jahren bereits von einer Vorkriegssituation gesprochen.

    SPIEGEL: …als der Georgienkrieg ausbrach.

    Karaganow: Schon damals tendierte das Vertrauen der großen Mächte untereinander gegen null; Russland begann mit der Neubewaffnung seiner Armee. Seither hat sich die Lage extrem verschlechtert. Wir hatten die Nato davor gewarnt, sich den Grenzen der Ukraine zu nähern, weil das eine für uns unannehmbare Situation schaffen würde. Das Vordringen des Westens in diese Richtung hat Russland gestoppt, mittelfristig ist damit hoffentlich die Gefahr eines großen Krieges in Europa gebannt. Aber die Propaganda, die jetzt läuft, erinnert an die Zeit vor einem neuen Krieg.

    SPIEGEL: Das beziehen Sie hoffentlich auch auf Russland?

    Karaganow: Die russischen Medien sind zurückhaltender als die westlichen. Wenngleich Sie verstehen müssen: In Russland gibt es ein sehr starkes Verteidigungsbewusstsein. Wir müssen auf alles vorbereitet sein. Deswegen diese mitunter massive Propaganda. Aber was macht der Westen? Er verteufelt Russland nur noch, er glaubt, wir drohen mit einer Aggression. Die Situation ist vergleichbar mit der Krise Ende der Siebzigerjahre, Anfang der Achtzigerjahre.

    SPIEGEL: Sie meinen die Stationierung der sowjetischen Mittelstreckenraketen und die amerikanische Reaktion darauf?

    Karaganow: Europa fühlte sich damals schwach und befürchtete, die Amerikaner würden den Kontinent verlassen. Die Sowjetunion aber, obwohl im Innern bereits völlig verfault, fühlte sich militärisch stark und beging die Dummheit, die SS-20-Raketen zu stationieren. So begann eine völlig sinnlose Krise. Jetzt ist es umgekehrt. Jetzt sollen osteuropäische Länder wie Polen, Litauen oder Lettland dadurch beruhigt werden, dass die Nato bei ihnen Waffen stationiert. Das hilft ihnen aber nicht, wir werten das als Provokation. Im Falle einer Krise werden genau diese Waffen vernichtet. Russland wird nie wieder auf seinem eigenen Territorium kämpfen…

    SPIEGEL: …sondern, wenn ich Sie richtig verstehe, Vorwärtsverteidigung betreiben.

    Karaganow: Die Nato ist jetzt 800 Kilometer näher an den russischen Grenzen, die Waffen sind ganz andere, die strategische Stabilität in Europa verändert sich. Alles ist weit schlimmer als vor 30 oder 40 Jahren.

    SPIEGEL: Russische Politiker, Präsident Putin eingeschlossen, versuchen die eigene Bevölkerung glauben zu machen, der Westen wolle einen Krieg – um Russland zu zerstückeln. Das ist doch absurd.

    Karaganow: Sicher ist das auch Übertreibung. Aber amerikanische Politiker sprechen offen davon, dass die Sanktionen einen Regimewechsel in Russland herbeiführen sollen. Das ist aggressiv genug.

    SPIEGEL: Die Abendnachrichten im russischen Fernsehen scheinen weiter von der Wirklichkeit entfernt. Selbst eine Moskauer Zeitung schrieb dieser Tage von einem “Phantom der äußeren Bedrohung”.

    Karaganow: Die politischen Eliten in Russland wollen keine Reformen im Innern, sie sind dazu nicht bereit. Eine Gefahr von außen kommt ihnen da gerade recht. Sie müssen bedenken: Russland beruht auf zwei nationalen Ideen – der Verteidigung und der Souveränität. Bei uns behandelt man Fragen der Sicherheit weit ehrfurchtsvoller als in anderen Ländern.

    SPIEGEL: Selbst russische Experten sehen in der Erweiterung der Nato keine reale Gefahr für Russland. Die Nato war bis zur Krim-Annexion ein Papiertiger.

    Karaganow: Ihre Erweiterung wurde als Verrat an Russland verstanden.

    SPIEGEL: Ihr Rat hat Thesen zur Außen- und Verteidigungspolitik vorgelegt. Sie reden dort von der Rückgewinnung von Führerschaft in der Welt. Russland will nicht an Macht verlieren, die Botschaft wird klar. Aber welche Vorschläge macht es?

    Karaganow: Wir wollen eine weitere Destabilisierung der Welt verhindern. Und wir wollen den Status einer Großmacht. Wir können darauf leider nicht verzichten – dieser Status ist in den vergangenen 300 Jahren zum Teil unseres Erbguts geworden. Wir möchten das Zentrum eines großen Eurasien sein, einer Zone von Frieden und Zusammenarbeit. Zu diesem Eurasien wird auch der Subkontinent Europa gehören.

    SPIEGEL: Die Europäer empfinden die jetzige russische Politik als zweideutig. Die Absichten der Moskauer Führung sind ihnen nicht klar.

    Karaganow: Wir befinden uns gegenwärtig in einer Lage, in der wir Ihnen nicht im Mindesten vertrauen, nach all den Enttäuschungen der vergangenen Jahre. Also wird entsprechend reagiert. Es gibt so etwas wie das Mittel der taktischen Überraschung. Sie sollen wissen, dass wir klüger, stärker und entschlossener sind.

    SPIEGEL: Überraschend war zum Beispiel der russische Teilrückzug aus Syrien. Sie haben den Westen absichtlich im Unklaren darüber gelassen, wie viele Truppen Sie abziehen und ob Sie Teile von ihnen heimlich wieder zurückführen. Vertrauen schafft man mit dieser Taktik nicht.

    Karaganow: Das war ein Meisterstück, das war klasse. Wir nutzen unsere Überlegenheit auf diesem Gebiet. Die Russen sind schwache Händler, sie befassen sich nicht gern mit Ökonomie. Dafür sind sie hervorragende Kämpfer. Sie in Europa haben ein anderes politisches System. Es ist eines, das sich nicht den Herausforderungen der neuen Welt anpassen kann. Die deutsche Kanzlerin hat gesagt, unser Präsident lebe in einer anderen Welt. Ich glaube, er lebt in einer sehr realen.

    SPIEGEL: Unübersehbar ist die russische Schadenfreude angesichts der Probleme, denen sich Europa jetzt gegenübersieht. Warum?

    Karaganow: Viele meiner Kollegen schauen mit Spott auf unsere europäischen Partner, ich ermahne sie immer, nicht anmaßend und arrogant zu sein. Teile der europäischen Eliten haben die Konfrontation mit uns gesucht. Also werden wir Europa jetzt auch nicht helfen, obwohl wir das in der Flüchtlingsfrage könnten. Eine gemeinsame Schließung der Grenzen wäre dringend nötig. In dieser Hinsicht wären die Russen zehnmal effektiver als die Europäer. Aber sie versuchen, mit der Türkei zu dealen, das ist eine Schande. Wir haben angesichts unserer Probleme mit der Türkei eine klare, harte politische Linie verfolgt, mit Erfolg.

    SPIEGEL: Sie sagen, Sie seien von Europa enttäuscht, es habe seine christlichen Ideale verraten. Russland habe in den Neunzigerjahren nach Europa gewollt, aber in das Europa Adenauers und de Gaulles.

    Karaganow: Die Mehrheit der Europäer wünscht sich dieses Europa doch auch. Europa wird für die nächsten Jahrzehnte kein Modell mehr für Russland sein.

    SPIEGEL: In den Thesen fordert Ihr Rat die Anwendung militärischer Gewalt, wenn “wichtige Interessen des Landes offensichtlich” bedroht seien. Die Ukraine war solch ein Beispiel?

    Karaganow: Ja. Oder eine Truppenkonzentration, die wir für eine Kriegsgefahr halten.

    SPIEGEL: Die Stationierung von Nato-Bataillonen im Baltikum reicht noch nicht?

    Karaganow: Das Gerede, dass wir das Baltikum angreifen wollen, ist idiotisch. Wozu schafft die Nato Waffen und Ausrüstung dorthin? Stellen Sie sich vor, was mit denen im Krisenfall geschieht. Die Hilfe der Nato ist keine symbolische Hilfe für die baltischen Staaten, das ist eine Provokation. Wenn die Nato eine Aggression beginnt – gegen eine Atommacht wie uns -, wird sie bestraft werden.

    SPIEGEL: Am Mittwoch soll zum zweiten Mal seit der Krimkrise wieder der Nato-Russland-Rat tagen. Von einer Wiederaufnahme dieses Dialogs halten Sie auch nichts?

    Karaganow: Er ist kein legitimes Gremium mehr. Außerdem ist die Nato ein qualitativ anderes Bündnis geworden. Als wir den Dialog mit ihr begannen, war sie ein Verteidigungsbündnis demokratischer Mächte. Doch dann diente der Nato-Russland-Rat zur Deckung und Legalisierung der Nato-Erweiterung. Als wir ihn wirklich brauchten – 2008 und 2014 -, war er nicht da.

    SPIEGEL: Sie meinen den Georgien- und den Ukrainekrieg. In Ihren Papieren tauchen Begriffe wie nationale Würde, Mut und Ehre auf. Sind das politische Kategorien?

    Karaganow: Das sind entscheidende Werte Russlands. In der Welt Putins und in meiner Welt ist es einfach undenkbar, dass Frauen in der Öffentlichkeit bedrängt und vergewaltigt werden.

    SPIEGEL: Sie spielen auf die Silvesternacht in Köln an?

    Karaganow: Männer, die so etwas in Russland täten, würden umgebracht. Der Fehler ist, dass Deutsche und Russen in den letzten 25 Jahren nicht ernsthaft über ihre eigenen Werte gesprochen haben – oder sich bei diesem Thema nicht verstehen wollten. Auch wir haben zu sowjetischen Zeiten behauptet, es gebe nur universelle Werte, so wie es der Westen jetzt tut. Mich ängstigt, wenn die Europäer immer mehr Demokratie fordern. Das klingt wie früher, als bei uns immer mehr Sozialismus gefordert wurde.

    SPIEGEL: Wo sehen Sie denn Fehler in der russischen Außenpolitik?

    Karaganow: Wir hatten in den vergangenen Jahren keine politische Strategie unseren unmittelbaren Nachbarn gegenüber, den anderen ehemaligen Sowjetrepubliken. Wir haben nicht verstanden, was da wirklich passiert. Das Einzige, was wir taten, war, diese Länder zu subventionieren und deren Eliten zu kaufen – mit Geld, das dann gestohlen wurde, vermutlich gemeinsam. So gelang es auch nicht, den Konflikt in der Ukraine zu verhindern. Das zweite Problem: Unsere Politik war zu lange auf die Korrektur der Vergangenheit gerichtet, auf die Korrektur der Neunzigerjahre.

    SPIEGEL: In der russischen Presse gibt es Vermutungen, Russland werde nach den Parlamentswahlen im September Signale der Entspannung senden. Sind die berechtigt?

    Karaganow: Wir meinen, dass Russland moralisch im Recht ist, grundlegende Zugeständnisse von unserer Seite wird es nicht geben. Mental ist Russland inzwischen eine eurasische Macht geworden – ich war einer der intellektuellen Väter der Hinwendung nach Osten. Jetzt aber bin ich der Meinung, wir sollten uns nicht von Europa abwenden. Wir müssen Wege suchen, die Beziehungen wiederzubeleben.

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